Feb 152013
 

Kritik am Politischen Dialog zur EEG-Reform

-Kleinwindanlagen als Schlüssel zu einer Volksenergiewende
mit dezentraler Basis nicht erwähnt!

Am Dienstag, den 12. Februar 2013, 09:00 bis 12:00 Uhr hat
im Veranstaltungshof des Bundesumweltministeriums in der Stresemannstraße
128-130, 10117 Berlin das 3. EEG-Dialogforum „Windenergie – der zentrale
Pfeiler der Energiewende“ stattgefunden.

Auf der Homepage des BMU wird darüber informiert:

„Thema des 3. EEG-Dialogforums ist die weitere Entwicklung
der Rahmenbedingungen für Windenergienutzung an Land und auf See sowie deren
zentrale Herausforderungen und Chancen.“

Hier gibt es informationen zu Beteiligungen an Windparks :

Was wird zur offshore Windkraft gesagt?

Zur Nutzung der Windenergie auf See werden folgende
Informationen bereitgestellt:

„Bei der Offshore-Windenergie wurden bislang etwa 260 MW installiert. Die ersten Erfahrungen im Testfeld alpha ventus haben die Erwartungen im Hinblick auf die erreichten Volllaststunden (4.450 im Jahr 2011)
weit übertroffen. Derzeit sind sechs Windparks im Bau und eine Reihe weiterer Parks wird 2013 mit dem Bau beginnen. Damit werden Ende 2015 etwa 3 Gigawatt installierte Leistung im Bereich Offshore-Windenergie am Netz sein. Die Entwicklung der Offshore-Windenergie liegt damit hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, obwohl die Bundesregierung eine Vielzahl von Maßnahmen
ergriffen hat, um den Ausbau zu beschleunigen. Das Energiekonzept der Bundesregierung sieht bis 2030 einen Ausbau von bis zu 25.000 MW im Bereich der
Offshore-Windenergie vor. Die EEG-Vergütung für Wind offshore liegt im Vergleich der erneuerbaren Energien im oberen Bereich. Die zukünftigen Chancen von Wind offshore hängen maßgeblich davon ab, dass die von der Industrie
angenommenen Potenziale zur Kostensenkung in Höhe von 40 Prozent auch tatsächlich realisiert werden. Die erwarteten Potenziale zur Kostensenkung spiegeln sich im EEG in den hohen Degressionsraten von 7 Prozent ab 2018.“

Das Potenzial der offshore Windkraft wurde erkannt. Aber die
Risiken sind leider groß. Was ist mit dem Anschluss über das Leitungsnetz.
Hierzu wird nichts berichtet.

Und wo bleibt die Bürgerbeteiligung. An welchen offshore-Projekten
ist eine faire Beteiligung möglich?

Was wird zur onshore Windkraft gesagt?

Zur Nutzung an Land heißt es :

„Die Nutzung der Windenergie an Land entwickelt sich seit
mehr als zehn Jahren stabil. Der Anteil der  Strom-einspeisung aus Windenergie am Bruttostromverbrauch ist stetig auf heute 45 TWh bzw. etwa 8 Prozent des
deutschen Bruttostromverbrauchs angestiegen. Aufgrund der ambitionierten Energiekonzepte der Länder und den zum Teil bereits umgesetzten Planungen kann davon ausgegangen werden, dass sich der Zubau in den nächsten Jahren deutlich beschleunigen wird. Die durchschnittlichen Förderkosten sind niedriger als in fast allen anderen erneuerbaren Energien Bereichen. Dabei ist dennoch davon
auszugehen, dass gute Windstandorte unter den gegenwärtigen Bedingungen überfördert werden. Die hohe Ausbaugeschwindigkeit führt zugleich zu der
Notwendigkeit, die Stromnetze rasch auszubauen, mit den entsprechenden Kosten, bzw. zu einer Zunahme von Einspeisemanagementmaßnahmen. Ein flacherer
Ausbaupfad bei der Windenergie an Land kann dieses Problem mindern.“

Diese Feststellungen der Überförderung spiegeln sich immer
mehr in der Berichterstattung wieder. Eine Überförderung darf nicht das
Ergebnis einer Politik sein. Aber das eigentliche Ziel, also der Bau solcher
Anlagen muss doch erst mal erreicht werden. Warum wird der Bestandsschutz
derjenigen nicht betont, die bereits im Vertrauen investiert haben?

Warum wird kein einziger Satz zu Kleinwindanlagen
geschrieben?

Sind diese nicht der Schlüssel zu einer Volksenergiewende
mit dezentraler Basis?

Folgendes Fazit bildet den Schluss der Information:

„Vor diesem Hintergrund geht es zentral um die Frage, wie
unterschiedliche Ausbaupfade und ihre regionale Verteilung sich auf die Kosten
und die Möglichkeiten zur optimalen Systemintegration auswirken.“

Das Ergebnis des Dialoges kann mit Spannung erwartet werden.
Von den hier vorgestellten Vorzeichen besteht noch deutlicher Handlungsbedarf
der Politik.

Außerdem sollen die Kosten des erzeugten Windstroms auf See
doppelt so teuer sein wie die Kosten des Windstroms an Land.  Warum die Förderung an Land ab 08 2013 eingestellt
werden soll bleibt fraglich. Wird die Förderung auf See auch eingestellt? Davon
wird nicht gesprochen. Wie tief ist die Politik mit der Windlobby See verbunden?

Internetquelle
http : // www. bmub.bund.de/bmu/presse-reden/medienbeitraege-und-interviews/ umwelthauptstadtde-1722014-hendricks   der Link ist leider nicht mehr aktiv
Abrufdatum 14.02.2013 21:15 Uhr

  One Response to “Energiewende in Deutschland Kritik an der EEG Reform”

  1. Mit viel Kapital eine eigenen Windkraftanlage kaufen. Eine gute Chance Wenn der Wind mal besser weht kann es ein richtiger Glücksgriff werden. Wenn es unter privat läuft kann es zu einem kleinen persönlichen Steuersparmodell werden.

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